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Mitgliedschaft von Kaufhausdetektiven


 

 

 

 

 

 

Mitgliedschaft von Kaufhausdetektiven

 

Wach- und Sicherheitsunternehmen, die durch den Einsatz von Kaufhausdetektiven dem Diebstahl von Waren im Einzelhandel vorbeugen, üben eine erlaubnispflichtige und gesetzlich regulierte berufliche Tätigkeit aus. Die Abgrenzung zur nicht regulierten beruflichen Tätigkeit eines Privat-Detektivs besteht in dem Merkmal des Gefahrenschutzes.

Daher reicht eine Gewerbeanmeldung nach § 14 der Gewerbeordnung (GewO), wie für Privatdetektive vorgeschrieben, für Kaufhausdetektive nicht aus. Notwendig ist eine Gewerbeerlaubnis  nach § 34 a GewO. Diese ist mit speziellen Auflagen und einer IHK-Sachkundeprüfung verbunden. Zumindest zum Zeitpunkt der Erteilung der Gewerbeerlaubnis wird das Unternehmen behördlicherseits strenger überprüft als dies bei einer schlichten Gewerbeanmeldung der Fall ist.

Der BDD hat auf seiner 60. Jahreshauptversammlung (JHV) in Berlin am 29. Mai 2010 die Grundsatzentscheidung getroffen, dass Kaufhausdetektive bei Erfüllung der Auflagen des Verbandes in Zukunft Mitglied im BDD werden können.

Die 61. JHV hat  am 21. Mai 2011 in Stuttgart die in der Zwischenzeit erarbeiteten Statuten für diese Mitgliedschaft verabschiedet, so dass nunmehr die Mitgliedschaft im BDD beantragt werden kann. Dazu wurde eine eigene „Sektion Kaufhausdetektive“ geschaffen.

Für diese grundlegende Öffnung einer Mitgliedschaft im BDD war die Tatsache maßgebend, dass Kaufhausdetektive bisher keine verbandspolitische Heimat und damit auch keine Orientierungshilfe für eine qualitativ hochwertige Tätigkeit auf ihrem Gebiet hatten. Außerdem hatten sie  auch keinen Sprecher, der ihre wirtschaftlichen und berufsspezifischen Interessen umfassend und wirkungsvoll vertreten hat.

Als Kriterien für die Aufnahme von Kaufhausdetektiven in den BDD wurden normative Grundlagen geschaffen, mit der die Seriosität und Qualität kaufhausdetektivischer Dienstleistungen sichergestellt werden soll.

Zu den normativen und für die Mitglieder der Sektion Kaufhausdetektive verbindlichen Grundlagen gehören ein vom BDD erarbeitetes Anforderungsprofil, eine Leitlinie zur Kalkulation der Stundenverrechnungsätze auf der Grundlage der zum 1. Juni 2011 gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlöhne sowie eine Berufsordnung für Kaufhausdetektive.

Der BDD gibt dem Einzelhandel mit der Berufsordnung und dem Anforderungsprofil eine Hilfe an die Hand, die es ermöglichen soll, sowohl bei Neuverpflichtungen, als auch bei bestehenden Verträgen, sich einen Überblick über den Einsatz von und die Anforderungen an Kaufhausdetektive zu verschaffen.

Der Grundsatz: „Das Honorar regelt der Markt mit Angebot und Nachfrage“ wird selbstverständlich auch im Wach- und Sicherheitsgewerbe nicht außer Kraft gesetzt, kann aber auf keinen Fall als Begründung für Niedrigstlöhne herangezogen werden.

Der BDD stellt seinen Mitgliedern als Leitlinie,  interessierten Einzelhandelsunternehmen und Dienstleistern des Kaufhausdetektivgewerbes als Grundlage für ihre Kalkulation die „Preisgestaltung für den Einsatz von Kaufhausdetektiven“ sowie die Tariftabellen für den Mindestlohn auch unter www.bdd.de im Downloadbereich zur Verfügung.

Auftraggeber sollten sich darüber im Klaren sein, dass wesentlich unter dieser Kalkulation liegende Angebote nicht kostendeckend sein können und damit die Seriosität des Anbieters in Frage stellen. Skandalöse Vorfälle bei großen Handelsketten in der Vergangenheit und die Häufigkeit von Insolvenzen in diesem Gewerbebereich sprechen für sich.

© BDD e.V. 2012

 

Für weitere Fragen stehen Ihnen sowohl die Pressestelle als auch die Geschäftsstelle des BDD, Tel.: 02225 – 83 66 71,  Email: JLIB_HTML_CLOAKING  jederzeit zur Verfügung. 

 

Josef Riehl, Pressesprecher

 

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